Das ganze funktioniert dann so: Man haengt seinen eigenen Zettel aus oder laesst dies von seiner Mutter tun. Zettel ist auch nicht der richtige Ausdruck, denn das war schon besser organisiert, es waren richtige Schildchen auf Pappe gedruckt, die auch alle gleich aussahen. Darauf gibt man an, wie gross man ist und was man verdient (!!). Was man sonst noch angibt, konnten wir leider nicht lesen, aber der Text unter „ich suche“ war deutlich laenger als unter „ich biete“. Das erste, was sich dann unter „ich suche“ findet, ist das gewuenschte Geburtstjahr des Parnters (also beispielsweise fuer mich wuerde ich 71-75 hinschreiben, denn der Mann muss selbstverstaendlich mindestens 2 Jahre aelter sein als ich) und die gewuenschte Groesse des Partners. Meist bitte mind. 10 cm groesser als man selbst. Bei den Maennern sind die Kriterien natuerlich umgekehrt. Da steht dann noch mehr, das konnten wir nun wiederum nicht lesen. Die Suchenden schauen sich dann die Schilder des anderen Geschlechts in den gewuenschten Geburtsjahrgaengen an und schreiben sich bei Interesse die Nummer des Schildes ab. An mehreren Zentralstellen koennen sie dann die entsprechenden Telefonnummern zu den Schildern bekommen. Dafuer muss man auch was bezahlen, wieviel und wofuer genau haben wir noch nicht rausbekommen. Manchmal stehen die entsprechenden Personen auch vor ihren Schildern (meist aber deren Muetter...), und man kann sich gleich mit ihnen unterhalten und Nummern austauschen. Die Muetter haben dann auch oft ein Foto ihres Sproesslings dabei, und so kann man ja schon mal grob abschaetzen, ob das was werden koennte.
Sehr interessant also, vor allem da meist die beiden Muetter die Verabredungen fuer ihre Sproesslinge ausmachen.... Unsere Chinesischlehrerin laesst auch immer ihre Mutter hingehen, weil ihr das selbst zu peinlich ist, dafuer geht sie aber brav zu allen Dates, die ihre Mutter fuer sie organisiert. Bisher ist aber noch nichts draus geworden, falls Ihr also Interesse habt (ein Foto von ihr war ja im letzten Blogpost), bitte bei mir melden, natuerlich mit Angabe von Geburtsjahr und Jahresgehalt, und am besten mal vorbeikommen. Telefonieren geht fuer den Anfang auch...
Nun habe ich noch was vergessen: Als wir uns gestern durchs Gewuehl einer Seitenstrasse kaempften (Berti ein paar Schritte hinter mir), wurde ich doch auch glatt von einem jungen Mann angesprochen, wo ich denn herkaeme und ob ich einen Freund oder Mann suche. Ich im schicken Joggingdress, das hat ihn aber wohl nicht gestoert. Ich habe dann dankend abgelehnt und ihm gezeigt, dass ich bereits einen Mann haette und der waere auch ausreichend fuer mich. Er hat dann noch mein gutes Chinesisch gelobt und mich ziehen lassen, ein Glueck!
Alles voll Angeboten
Super schön. Meine Mutter hat so was für mich nie gemacht - kein Wunder bin ich immer noch zu haben...
AntwortenLöschenHabe eine kleine Selbstbeübung mit dem (elektronischen) Wörterbuch veranstaltet: Die Dame 08-10-D119 ist Grundschullehrerin (mit entsprechendem Uniabschluss) verdient zwischen 3000 und 4000 Euro im Jahr, hat keine Wohnung, ist unverheiratet und aus Nanjing. Sie ist intelligent, keusch und hat einen extrovertierten Charakter.
Der Mann sollte mindestens auch einen Uniabschluss haben 5000-10000 Euro im Jahr verdienen und entweder in einem privaten Unternehmen arbeiten oder Beamter sein. Er sollte (in dieser Reihenfolge!) gewissenhaft Arbeiten, respektvoll gegenüber dem Heim sein und anderen gegnüber mitfühlend sein. Wohnen würde man dann in seiner Wohnung, die in Nanjing sein sollte...
Und nächstes Mal eine etwas höhere Auflösung posten, ist etwas mühsam so :)
Nik
Hi Nik,
AntwortenLöschenOk, ich gelobe Besserung, das dauert nur sonst noch viel länger zum hochladen wenn ich die Dateien so gross lasse!!
Jetzt hast Du gar kein Feedback geschickt. 5000 EUR im Jahr bekommst Du ja vielleicht hin (im Gegensatz zu mir) und Beamter bist Du ja auch quasi schon, sogar chinesischer Beamter!
Soll ich mich also nun um die Telefonnummer kümmern?
Eine Frage noch: Wie passen keusch und extrovertiert zusammen?!
Grüsse,
Meike